
Niemand kann mir nehmen, was ich getanzt habe
Spanische Weisheit
wer sind wir:
KMD Bettina Gilbert (Blaubeuren), Orgel
Studium der Kirchenmusik in Eßlingen, Abschluss mit dem A-Examen; 3.Preis beim Improvisationswettbewerb, Frankfurt; weiterführende Orgelmeisterkurse bei Tagliavini, Lohmann, Rübsam und Laukvik; seit 1987 Bezirkkantorin in Blaubeuren; 2000-02 Ausbildung zur Tanzleiterin; 2000 Ernennung zur Kirchenmusikdirektorin.
Godela Hort( Dietramszell) , Gesang
Studium am Richard Strauss Konservatorium. Unterrichtet seitdem als Privatmusiklehrerin Klavier, Gesang und Flöte. Sie zog fünf Kinder groß und sang zehn Jahre im Extrachor der Bayerischen Staatsoper. Seit 1997 ist sie an der Montesotischule in Dietramszell tätig.
Susanna Dümlein (München), Tanz
Ausbildungen für Tanzpädagogik und Ausdruckstanz in Konstanz, Nürnberg und München; freie Tänzerin und Choreographin in Solo- und Ensembleproduktionen, u.a. in "Misa Creola" in München, "Der Ulmer Totentanz" in Stuttgart, "Orpheus und Euridike" auf Korfu;
Dozentin für kreativen Tanz, Tanzimprovisation und Kinderballett.
Stefanie Gross (München), Tanz
u.a. im Sakralem Tanz "the Earthmess" mit Omega Dance in der St. John´s Cathedral, New York und dem "Kreuzweg" von Marcel Dupre u.a. in der evangelischen Stadtkirche Blaubeuren.
"Zwei Frauen werden einander zum Segen"
Konzert mit Orgelmusik und Tanz
Musik von Bach, Scheidemann und Dupré
Es ist die Geschichte zweier ungewöhnlicher Frauen. Beide erwarten ein Kind. Sie sind Cousinen, die eine noch in jungen Jahren, die andere schon alt. Sie suchen einander auf, um Rat und Hilfe zu finden. In ihrer Begegnung erkennen sie ihre Aufgaben in Gottes Prophezeiung.
nach Lukas 1,39-56
Technische Rahmenbedingungen
Orgel mit zwei Manualen; 20-25 Register, mindestens 36 qm Tanzfläche vor dem Altar und Platz um den Altar, geräumige Gänge durch das Auditorium; Empore; evtl. Podesterhöhung seitlich und vor dem Altar.
Dauer: ca. 1 Stunde 15 Minuten
Kontakt
Stephanie Groß
Tel.: 089 / 697 97 87 3
stephie@tanzfiliale.de
Meine erste Idee zu diesem Stück kam mir, als ich durch Tokio schlenderte. Ich sah mir die Frauen an, deren einzige Beschäftigung darin zu bestehen schien, sich für den Gang durch die Stadt passend im Chic der angesagten Mode anzuziehen. Wenn jede Stadt ein Laufsteg ist, dann ist Tokio ein besonders reich besetzter. Ausgehend von dieser Wahrnehmung fiel mir die permantente Selbstinszenierung in den Städten auf, die ich besuchte, Taipeh, Kauhsiung, verbunden mit jenen, von welchen ich träume, wie Shanghai? die Lust gesehen und gewertschätzt zu werden, aber auch der Zwang, mit den Konkurrentinnen mitzuhalten und die Angst, keinen Blick abzubekommen oder im Anschauen abgewertet zu werden. Aus diesem Material entstand das Stück Goldfischboulevard über das Sehen und Gesehen werden, über den Körper, der immer nur eine – nämlich seine – Perspektive zulässt und von dem aus wir den Raum erleben, von dem aus sich die Dinge "darstellen" oder anders gesagt verbergen und entbergen. Schließlich handelt Goldfischboulevard von dem, was das Gesehene mit uns macht, wie es uns innerlich verwandelt, uns im Nicht-Gesehenen eine Identität gibt, die wir nach außenhin nicht sichtbar machen – das Stück spricht also auch von diesem Teil in uns, den niemand sieht und wo wir neben vielem anderen – auch ein Goldfisch sein können.
Premiere: 4.11.2006
im Fool's Theater, Holzkirchen
Tanztheater für eine Tänzerin
Mitarbeit: Peter Oberstein